Für Adib Fricke sind Wörter die Grundlage seiner künstlerischen Praxis. Seit den späten 1980er Jahren widmet sich der Konzeptkünstler der Natur von Sprache. Dabei interessieren ihn erweiterte Möglichkeiten im Umgang mit Wörtern, die Wirkungsweise sprachlicher Einheiten innerhalb der Kunst und wie wir Bedeutung erzeugen.
Wie verhält sich Sprache, wenn sie eine physische Präsenz annimmt? Welche Reaktionen rufen sprachliche Irritationen hervor? Wie trägt Farbe zu der Wahrnehmung von Wörtern bei? Wie verändert sich Raumerfahrung in Verbindung mit Text?
Präzise und tiefgründig hinterfragt Adib Fricke die Materialität von Sprache und spielt mit ihrer Plastizität. Es ist ein experimenteller Prozess, mit dem er die Wahrnehmung der Betrachtenden herausfordert. Das Buch „All These Words“ bringt aktuelle Arbeiten mit früheren zusammen und lässt seine kontinuierliche Auseinandersetzung mit Sprache als Medium der Bildenden Kunst sichtbar werden. Zu sehen sind unter anderem Werke aus der aktuellen Serie „PTC“, die das Wechselspiel von Sprache und Bild untersucht, das über viele Jahre fortlaufende Projekt „The Word Company“, in dem Fricke Wörter ohne Bedeutung erschuf und in Umlauf brachte, sowie frühe computerbasierte Arbeiten vom Anfang der 1990er Jahre und textbasierte Installationen im öffentlichen Raum.
Adib Fricke beschäftigt sich in seiner Arbeit zugleich mit neurowissenschaftlichen Fragestellungen zu Kunst und Kreativität und integriert beispielsweise mit „How Art Is Made“ die Reflexion der Frage, wie Kunst entsteht, direkt in den kreativen Prozess.
Der Werkkatalog bietet einen Einblick in sein Œvre mit wort- und textbasierten Arbeiten und vermittelt die vielfältigen Fragestellungen, die den künstlerischen Ansatz von Adib Fricke prägen.
Weitere Informationen finden sie bei Adib Fricke, und hier die Übersetzung der Texte und Links zu den Arbeiten aus dem Buch.
Pressemitteilung zur Katalogpräsentation.
Autorenschaft: Adib Fricke, Alessandra Pace























